Ein „Wiederholungstäter“ ersuchte uns seinen neuen Passat B9 soundtechnisch aufzuwerten. Dem Vollformat-Kombi hatte der Vorbesitzer einiges an Ausstattung gegönnt (360 Grad Kamera, Massagesitze usw.), auf das Soundsystem wurde verzichtet. So gesehen muss man auch definitiv sagen – zum Glück, da sonst die Nachrüstung wesentlich schwieriger wäre.
Zum aktuellen Passat gibt es bisher im Bezug auf die musikalischen Upgrades nur wenig bis gar keine Infos, daher musste das Fahrzeug erst besichtigt und durchgecheckt werden. Ab Werk gibt es wenig Überraschungen – die Passat B9 Soundausstattung ab Werk bringt durchaus brauchbare Lautsprecher mit, einen Center-Speaker und fertig. Zum Glück gibt es bei diesem Fahrzeug noch eine vollwertige Reserveradmulde – einen Kombi kauft man sich in der Regel nicht, wenn man vor hat eine freistehende Subwoofer-Kiste zu dulden.
Passat B9 Soundupgrade mit UP6 DSP
Ein klassischer Fall für unsere „Basic-DSP+“ Lösung – also die Match UP6DSP Endstufe von Audiotec Fischer. Die 6-Kanal-Variante bietet mit 2 Subwoofer-Kanälen einfach mehr Power und passt perfekt zum eingesetzten Reserverad-Subwoofer ER8.2. Die Anbindung an den Serien-Radio erfolgt bequem mit dem Molex-Systemadapter PP-PAM92b, für die UP6 muss jedoch natürlich noch die zusätzliche Stromversorgung verlegt werden. Also ganz „Plug & Play“ ist die Variante nicht, lässt sich jedoch trotzdem zu 100% problemlos rückrüsten.

Gibt es Alternativen?
Wäre auch eine Variante mit der „kleineren Schwester“ M5.4DSP machbar? Ja definitiv – man hätte natürlich nur die „halbe“ Power am Subwoofer, falls man jedoch keinen besonderen Fokus auf den Bass legt, reicht das vollkommen. Man erspart sich im Vergleich zu der UP6 natürlich die zusätzliche Stromverkabelung, also gerade für ein Leasing-Fahrzeug definitiv eine günstigere und schnellere Alternative.
Wie schaut es mit dem Center aus? Mit der 6-Kanal-Variante bleibt der Center natürlich einfach am Radio hängen, hat also keine zusätzliche Verstärker Power und lässt sich über die neue Passat B9 Soundlösung auch nicht kontrollieren oder einstellen. Sagen wir – er bleibt „geduldet“, stört das Gesamtbild aufgrund der geringen Leistung jedoch nicht. Natürlich kann man ihn auch durchaus stilllegen oder alternativ in eine UP8DSP investieren und ihn ins System einbinden.
Aber zurück zum aktuellen Umbau: die Serienlautsprecher sind absolut brauchbar. Auch bei aktuellen Modellen bleibt Volkswagen beim alten System und verbaut Lautsprecher, die nicht ohne Diskussionen auf dem Müll gehören. Mit der DSP-Endstufe kann man das Ganze durchaus auf ein brauchbares Niveau bringen.
Die Reserveradmulde wurde, wie üblich, ordentlich mit Panther 2,5 von Comformats verkleidet um Vibrationen einzudämmen. Bei einem Leasing-Fahrzeug könnte man die Dämmung auch durchaus weglassen – die Mulde ist relativ stabil ausgeführt, hier ist die Dämmung nicht „must have“ sondern eher das i-Tüpferl.
Natürlich wurde das VW Passat B9 Soundupgrade eingestellt und eingemessen unter Berücksichtigung der individuellen Kundenwünsche. Der Regler URC.1 in der Mittelkonsole ermöglicht direkte Eingriffe in die Subwoofer-Lautstärke und auch der originale EQ des Radios ist natürlich nachwievor im Dienst.
Kosten inkl. Einbau: ca. 1500€




